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Vita: 

 


Studium und Ausbildung:

Josef Weidner wurde am 30. September 1958 in Neustadt an der Waldnaab (D) geboren. 1987 erfolgt sein Diplomabschluss des Architekturstudiums mit Schwerpunkt Städtebau in Frankfurt am Main. Er arbeitet als Angestellter bei der Stadt Neu-Isenburg.

Seinen persönlichen Stil, zu dem auch das Experimentieren mit unterschiedlichen Maltechniken, Farben und Formen gehört, entwickelte er konsequent weiter. Eine Vielzahl seiner Werke entstanden seitdem in Mühlheim am Main, wo der Künstler mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt.


Malerei, Grafiken, Thema und Medium:

Unter dem Motto „Phantastische Welten, Farbtafeln und Kompositionen“ entstanden unterschiedliche abstraktsurreale Bilder und Zeichnungen in verschiedenen Malstilen und Techniken. Seine abstrakten Werke sind meist in Acrylfarbe gemalt, die filigranen Formen werden dabei mit Neocolorkreide, mit weicher Pastellkreide, sowie mit Tusche, Bleistift oder mit Silberstift gezeichnet. Weidners Werke beeindrucken vor allem durch die Vielfalt von bizarren Formen und Strukturen. Geometrische oder organische Formen, Linien und Farben geben seinen Bildern einen sehr persönlichen Stil. Seine Bilder spiegeln seine Fiktion, seinen Sinneseindruck, und seine Individualität wider. Für ihn sind in erster Linie die künstlerische Inspiration, der Ausdruck seiner Bilder und das freie Schaffen seiner Werke wichtig. Sehr oft fließen mehrere Materialien zu einem Gesamtkunstwerk ein. Die Gesamtkomposition des Malers und Zeichners steht dabei im Vordergrund.

Die überwiegend abstrakten Werke lassen Gegenständliches meist nur noch erahnen. Sie laden den Betrachter auf eine Entdeckungsreise durch die eigene Phantasie ein und geben damit Raum für ganz neue Interpretationsmöglichkeiten der Bilder.

 

Weidner stellte bereits in:

Ratingen, Mühlheim/M, Neu-Isenburg, Dietzenbach, Maintal, Berlin, Salzburg, Baden-Baden, Mannheim, Frankfurt und Krefeld aus.

    

Biografie:

1958:

geboren in Neustadt an der Waldnaab (Bayern)

1980:

Architekturstudium mit Schwerpunkt
Städtebau in Nürnberg und Frankfurt am Main

1987:

Diplomingenieur

2000:

Künstlerische Weiterbildung

2004:

Mappenvorbereitung in der Kunstschule

Atelier Irene Schuh in Frankfurt am Main,

Mitglied der Künstlerwerkstatt in Mühlheim/Main

2005:

Freies Arbeiten im Atelier Karen Robert-Pitts

Eigenes Atelier in Mühlheim am Main

2006:

Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule

(Kurs Aktzeichnen bei Stephan Melzl)
in Frankfurt am Main

2006 -:

Freies Arbeiten im eigenen Atelier

in Mühlheim am Main

2007:

Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule

(Kurs Freie Malerei bei Nino Pezzella)

in Frankfurt am Main

2008:

Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule

(Kurs Aktzeichnen + Malen bei Bernd Fischer)

in Frankfurt am Main

2010:

 

 

 

2011:

 

Künstlerische Weiterbildung bei der Sommerakademie in der Städelschule

(Kurs Freie Malerei bei Nino Pezzella)

in Frankfurt am Main

 

Freies Arbeiten in Mühlheim am Main

 

Interview:   vom 20.01.2017 

Bildergalerie

Sie haben unter anderem in Frankfurt studiert und arbeiten heute in Neu-Isenburg.

      Wie sieht Ihre heutige Verbindung und Verbundenheit zu dieser Region aus?     

 

Ich wurde am 30. September 1958 in Neustadt an der Waldnaab geboren. 1987 erfolgte mein Diplomabschluss des Architekturstudiums mit Schwerpunkt Städtebau in Frankfurt am Main. Nach Etappen in Architekturbüros und einem Intermezzo im Stadtplanungsamt der Stadt Freising wohne ich nun seit November 1993 mit meiner Familie in Mühlheim am Main. Derzeit arbeite ich als Dipl. Ing. zuständig für den Klimaschutz und Energiewende in der Verwaltung der Stadt Neu-Isenburg.

 

Meine heutige Bindung und sozialer Mittelpunkt sind in den vielen Jahren langsam gewachsen. Durch meine Familie und durch Aktivitäten in der Kirche, Schule und in der Politik lernte ich viele Persönlichkeiten kennen und schätzen und einige davon sind gute Freunde geworden. Das trägt zur inneren Zufriedenheit bei und man fühlt sich wohl in seinem direkten Umfeld. Die Infrastruktur in der Region ist in allen Bereichen sehr gut, und wenn ich kulturell etwas unternehmen möchte so fahre ich nach Frankfurt, Darmstadt, Mainz oder Wiesbaden.

 

 

2.   Hat sicher Werdegang als Künstler schon in Ihrer Kindheit abgezeichnet? Wie kamen

      Sie zur Kunst?

 

Schon von Kindheit an war die Neigung zur Kunst stark  ausgeprägt: Als  Grundschüler blätterte ich früh in den Kunstbüchern des als Kunstmaler und Restaurateur tätigen Großvaters – und startete die ersten Malversuche. Kunstkurse an der Volkshochschule sorgten für eine künstlerische Basis, die durch zwei USA-Aufenthalte im Zuge eines Schüleraustauschs erweitert wurden. «Was ich als kunstinteressierter Schüler in den Museen etwa von Washington und New York an beeindruckenden Beispielen moderner und klassischer Kunst kennenlernen durfte, hat mich doch nachhaltig geprägt»,

 

 

3.   Was möchten Sie in Ihrer Kunst vermitteln.

 

«Wo große Kräfte reifen und in ihrer höchsten Gewalt sich äußern, da sind die Zeiten der Kunst.» Dieser Satz des Kunstschriftstellers Wilhelm Heinse ist für mich in dreifacher Weise gültig: Es sind die Kräfte des «inneren künstlerischen Drangs» zur Kunstausübung; es sind die Kräfte, die dafür «investiert» werden müssen, und die Kräfte schließlich, die «im schöpferischen Prozess freigesetzt» werden. Diese künstlerische Maxime des «Sturm und Drang» habe ich als Motto für meine Selbstdarstellung im Internet ausgewählt. Mit ihrem Protest gegen die absolute Herrschaft der Vernunft und ihrer Betonung der Gefühlswelt entspricht sie in hohem Maße meinem Kunstverständnis.

 

Die von mir als «surreale Abstraktion und zugleich abstrakter Surrealismus» charakterisierten Gemälde präsentieren dem Betrachter eine bizarre, auf unterschiedlichem Untergrund platzierte Vielfalt geometrischer und organischer Strukturen. Ich vermeide dabei ganz bewusst die Gegenständlichkeit des klassischen Surrealismus – und verleihe abstrakten Kompositionselementen durch formale Bezüge zu Organik und Geometrie eine ausgeprägt surreale Anmutung. Elemente fantastischer Welten kristallisieren sich dabei als ein formales Leitmotiv heraus – dies gilt vor allem für die mit Öl- und Acrylfarbe gemalten, anschließend mit Kreiden  überzeichneten Werke.

 

 

4.   Wie definieren Sie selbst Kunst"

 

Kunst ist das, was man selbst als Kunstwerk betrachtet. Für den einen ist ein beliebiges Bild eines regionalbekannten Malers bereits Kunst auf höchst emotionalem Niveau, während andere wiederum nur hochrangige Maler und Bildhauer als wahre Künstler bezeichnen.

Kunst an sich ist also zum einen eine Definition des eigenen Ausdrucks, der Phantasie und der Technik. Die heutige Kunst wird aber stark geprägt von der Meinung von Kunstkritikern und namhaften Kunstförderern, die den aktuellen Kunstmarkt erheblich beeinflussen. Kunst als Wertgegenstand als Wertanlage, da passen natürlich nicht alle Künstler in das momentane Gesellschaftsklischee. Ich meine, gute Kunst hat ein nahezu unendliches Repertoire an Ausdrucksweisen und Darstellungsformen. Also kann jeder Kunst schaffen.

Alles in allem gilt, für Kunst muss man aufgeschlossen sein, egal in welchem Bereich. Nur dann erkennt man die wahren Hintergründe die der Künstler mit seinem Werk erreichen will und nur dann findet man Zugang zu den einzelnen Stilrichtungen und lernt die Kunstwerke richtig zu deuten. Die Kunst an sich besteht darin, ganz dem eigenen Eindruck zu vertrauen und Werke nach der eigenen Betrachtung zu beurteilen. Ich selbst gehe daher sehr kritisch mit meiner Kunst um.

 

5.   Gab es richtungsweisende Ereignisse im Laufe Ihrer künstlerischen Laufbahn, an die

      Sie heute noch oft zurückdenken?

 

Damals entschied ich mich nach einer gesundheitlichen Krise, meinen ehrenamtlichen Einsatz «herunterzufahren», der Familie mehr Zeit einzuräumen und mich «langsam wieder der Kunst anzunähern». Der Besuch der Frankfurter Kunstschule bei Irene Schuh,  mehrere Kurse im Atelier Karen Robert-Pitts in Neu-Isenburg und vor allem die Kurse an der Frankfurter Städelschule waren prägend und führten zu einer schulisch-künstlerischen Weiterentwicklung. Deren Ergebnisse konnte ich der Öffentlichkeit seit 2001 in Ausstellungen etwa in Mannheim, Baden-Baden, Berlin, bei der 11. Internationalen Kunstmesse in Salzburg, oder in Krefeld und in zahlreichen Kreisgemeinden präsentieren.

 

 

6.   Woraus ziehen Sie Anregungen für neue Werke und Ideen

 

Zur künstlerischen Selbstdarstellung gehört für mich immer auch die Notwendigkeit der Selbstschulung.  Ich probiere daher immer wieder verschiedene Mal- und Zeichentechniken aus, ich verfolge die aktuelle Kunstszene und besuche zur Anregung wie zur Belehrung bedeutende Kunstausstellungen.

Meine Inspiration  entwickelt sich aus der eigenen Fantasie, oder aus der wahrgenommenen Welt der Dichtkunst, der Natur oder schlicht aus meiner Umgebung. Meinen persönlichen, unverwechselbaren Stil, entwickelte ich dabei im Laufe der Jahre konsequent weiter.

 

7.   Ihre Werke entstehen unbewusst und intuitiv aus ihrer Fantasie, wie sie selbst sagen.

      Hier und da sieht der Betrachter florale oder an die Natur erinnernde Versatzstücke.

      Welche Rolle spielen die Umwelt und die Natur in ihrem Leben und in Ihrer Kunst?

 

Unter dem Motto „Phantastische Welten, Zaubergarten und Kompositionen“ entstanden unterschiedliche  Bilder und Zeichnungen in verschiedenen Malstilen und Techniken.

 Es sind überwiegend abstrakte und surreale Werke die visionäre, bizarre und unergründliche Gestalten, oder Landschaften und Gebilde darstellen, die aus dem Unbewussten entstehen und sich der Interpretation entziehen. Aber auch geometrische und organische Formen, Linien und Farben geben meinen Bildern einen sehr persönlichen Stil. Meine abstrakten Werke sind teilweise in Öl- oder in Acrylfarben gemalt. Als Motive dienen überwiegend Umwelt- und Natureindrücke, die dann später als Fantasiegebilde intuitiv entstehen. Das Kunstwerk selbst entwickelt sich aus einem Malprozess heraus, d.h. zuerst wird der geistigen Rahmen und die Konstruktion, die Blattaufteilung grob festlegt. Die ausgestellten Kunstwerke sind anregende, malerische Eindrücke, denen eine ganz spezifische Dynamik, ein eigener offener Entwicklungsprozess inne wohnt. Es sind zwingende Gedanken, die sich auf der Leinwand zu einem fließenden Kanon innerster Empfindungen entwickeln. Darum sind sie auch nicht wiederholbar. Für mich sind in erster Linie die künstlerische Inspiration, der Ausdruck und das freie Schaffen sehr wichtig. Oft fließen auch mehrere Materialien zu einem Gesamtkunstwerk ein. Die Gesamtkomposition steht dabei im Vordergrund.